Mustertext testament für alleinstehende

Sowohl das Einzeltestament als auch das Ehegattentestament unterliegen Formvorschriften. Dabei ist zu unterscheiden, ob ein Testament handschriftlich oder öffentlich und notariell aufgesetzt worden ist. Bei größeren Vermögen, komplizierten Familienverhältnissen oder Streitigkeiten empfiehlt es sich, einen Anwalt oder Notar zu Rate zu ziehen. Ein handschriftliches Testament ist dann gültig, wenn es vollständig handschriftlich verfasst und vom Verfasser eigenhändig unterschrieben wurde. Der Verfasser des Testaments ist der sogenannte Erblasser, der mit seinem letzten Willen seinen Nachlass für den Fall seines Todes regelt, Erben einsetzt oder Angehörige enterbt. Ein Testament ist damit eine “Verfügung von Todes wegen” – das gilt auch für das Ehegattentestament (“Berliner Testament”) sowie den Erbvertrag bei unverheirateten Paaren. Es ist dabei nicht notwendig, einen Notar mit der Aufnahme des eigenen Testaments zu beauftragen. Wer allerdings ganz sicher gehen will, dass der eigene Wille formgerecht und unanfechtbar niedergelegt ist, sollte sein Testament gemeinsam mit einem Notar errichten oder als fertiges Schriftstück bei einem Notar seines Vertrauens einreichen. Dabei genügt es nicht, einen vorgefertigten Vordruck zu unterschreiben. Für die einwandfreie Gültigkeit muss das Testament außerdem mit dem aktuellen Datum und der Überschrift “Testament” oder “Mein letzter Wille” versehen sein.

Sind diese Bedingungen erfüllt, ist ein handschriftliches Testament uneingeschränkt wirksam. Dies gilt unabhängig ob Sie nur für sich selbst ein Testament verfassen oder ein gemeinschaftliches Testament aufsetzen. Der Vorteil für den Erblasser besteht darin, dass er in einem Einzeltestament nach Belieben über seinen Nachlass verfügen, Erben einsetzen und Personen enterben kann. Er kann den Inhalt seines Testaments jederzeit anpassen oder komplett widerrufen und ein neues Testament schreiben, ohne sich darüber mit anderen abzusprechen. Notargebühren für Ehegattentestament und Erbvertrag Im Unterschied zum Einzeltestament muss ein privates gemeinschaftliches Testament nicht von beiden Erblassern verfasst und unterzeichnet werden.

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